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pax christi

menschen machen frieden - mach mit.

Unser Name ist Programm: der Friede Christi. 

pax christi ist eine ökumenische Friedensbewegung in der katholischen Kirche. Sie verbindet Gebet und Aktion und arbeitet in der Tradition der Friedenslehre des II. Vatikanischen Konzils. 

Der pax christi Deutsche Sektion e.V. ist Mitglied des weltweiten Friedensnetzes Pax Christi International.

Entstanden ist die pax christi-Bewegung am Ende des II. Weltkrieges, als französische Christinnen und Christen ihren deutschen Schwestern und Brüdern zur Versöhnung die Hand reichten. 

» Alle Informationen zur Deutschen Sektion von pax christi

Petition gestartet

16. Mai 2026

Seelsorge muss zivil bleiben

Kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben eine Petition gegen die Militarisierung kirchlicher und diakonischer Dienste in Umlauf gebracht, die Unterschriftensammlung unter www.openpetition.org/dylfq hat am 5. Mai begonnen. Die Petition richtet sich an evangelische und katholische Leitungsgremien und Leitungspersonen. Wer unterzeichnet, erklärt seinen Widerspruch zur Inpflichtnahme im Spannungsfall, wie sie das von EKD und Deutscher Bischofskonferenz erarbeitete „Rahmenkonzept Seelsorge und Akutintervention im Spannungs-, Bündnis- und Verteidigungsfall“ vorsieht.

Seelsorge in kirchlichem Auftrag könne nur frei und zivil agieren und dürfe sich niemals für militärische Zwecke funktionalisieren lassen, argumentieren die Autorinnen und Autoren. Sie stammen aus Mitarbeitervertretungen und Friedensorganisationen oder sind an anderer Stelle kirchlich engagiert, federführend ist pax christi.

Freiheit der Seelsorge, heißt es in der Petition, gehöre theologisch gut begründet zu den Grundvoraussetzungen des kirchlichen Seelsorgeverständnisses. Für Katastrophenszenarien bestünden bereits Notfallpläne unter Einbezug der Notfall- und Polizeiseelsorge.

Für den Kriegsfall ausdrücklich eigene Konzepte zu entwerfen, trage jedoch dazu bei, gewollt oder ungewollt den Krieg sprachlich und gedanklich mit vorzubereiten. So würden Muster unterstützt, die im Umgang mit zwischenstaatlichen Konflikten eine Konzentration auf Rüstung und Aufrüstung mit sich bringen.
Stattdessen sei es eine kirchliche Kernaufgabe, Friedens- und Diplomatiebemühungen zu stärken und für Freund und „Feind“ zu beten. Die geistliche und seelsorgerliche Begleitung aller Menschen sei nur an das Gewissen der Seelsorgerinnen und Seelsorger gebunden.

Innerhalb eines dazu sehr gegensätzlichen Sicherheitskonzepts in einer hinter verschlossenen Türen abgesprochenen Weise für die Mitwirkung am „Operationsplan Deutschland“ bereitzustehen, widerspräche dem Auftrag von Kirche, argumentieren die Verfasserinnen und Verfasser.

Sie verweisen auf eine parallele Initiative der „Internationalen Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkriegs – Ärzt*innen in sozialer Verantwortung (IPPNW)“ im Gesundheitsbereich. Sie hoffen, mit ihrer eigenen Petition eine vierstellige Anzahl von Unterschriften zu erreichen. Mit diesen wollen sie auf die Kirchenleitungen zugehen und in der kirchlichen und politischen Öffentlichkeit eine Diskussion über die Inhalte des „Operationsplans Deutschland“ anstoßen.
 

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